Durch den Einsatz schwerer Baumaschinen oder durch unsachgemäße Verkippung von Rekultivierungsböden kommt es häufig zur Bodenverdichtung mit der Folge eines für Pflanzenwachstum zu geringen Porenvolumens und Sauerstoffgehalts im Boden. Tonige und schluffige Böden mit geringer Gefügestabilität sind besonders anfällig für Schäden durch Verdichtung, vor allem durch Belastungen bei ungünstigem Wassergehalt (Ausrollgrenze).
Der erste Schritt zur Rekultivierung verdichteter Böden ist die physikalische Bodenmelioration, die vor allem auf eine Bodenverbesserung durch Optimierung des Bodenluft- und Bodenwasserhaushaltes abzielt. Hierzu zählen alle Boden lockernden Maßnahmen. Auch in diesem Bereich ist das Unternehmen BENDER Rekultivierung seit vielen Jahren aktiv. Mit unserem Equipment (z. B. Spatenpflug MM 100, Stechhub-Lockerer) führen wir Tiefenlockerungen bis 80 cm durch.
Der Einsatzbereich dieses Verfahrens erstreckt sich von der Beseitigung von Baufolgen (z. B. Pipelinebau) über forstliche und landwirtschaftliche Rekultivierungsmaßnahmen bis zu Flurbereinigungen. Die so erzielte Bodenverbesserung durch Optimierung des Bodenluft- und Bodenwasserhaushaltes hat eine beeindruckende Verbesserung als Vegetationsstandort zur Folge.
Eingriffe zur Bodenverbesserung, welche die stofflichen Eigenschaften von Böden beeinflussen, werden unter dem Begriff chemische Bodenmelioration zusammengefasst. Hierzu zählen hauptsächlich Maßnahmen zur Hebung oder Senkung des Boden-pH, zur Optimierung der Nährstoffgehalte und zur Reduzierung oder Beseitigung schädlicher stofflicher Einflüsse wie Versalzung oder Kontaminationen. Diese Eingriffe verbessern die stofflichen Voraussetzungen in stark sauren, stark alkalischen, nährstoffarmen oder schadstoffbelasteten Böden derart, dass ein gesundes Pflanzenwachstum im Zuge von Rekultivierungen oder Erosionsschutzmaßnahmen möglich wird.
Chemische Meliorationsmaßnahmen sind vor allem im Bergbau (Meliorationskalkung saurer Böden), bei der Rohbodenbegrünung (Meliorationsdüngung), bei der Begrünung salzbelasteter Standorte (Senkung der Ionenaktivität) und der Sanierung kontaminierter Altlastenstandorte (Dekontaminierung) erforderlich.
Häufig ist die Ermittlung bodenkundlicher Kennwerte Voraussetzung für die fachkundige Behandlung meliorationsbedürftiger Böden (hier: pH-Werte). Die Daten werden statistisch und grafisch aufbereitet und können so in Expertisen oder Gutachten übersichtlich dargestellt werden.

