Heudrusch®- und Heumulchverfahren
Wir bieten praxisgerechte und kostengünstige Lösungen!
Neben den ingenieurbiologischen (erosionsschutztechnischen) Anforderungen an eine Begrünung gewinnen die Biotopfunktion und die Qualität der zu rekultivierenden Flächen immer mehr an Bedeutung. Zur Wahrung der biologischen und genetischen Vielfalt als zentrales und im Bundesnaturschutzgesetz verankertes Ziel des Umweltschutzes ist es unerlässlich, bei Begrünungen in der freien Landschaft standorteigenes, autochthones Saatgut aus der Region zu verwenden. Dadurch ist eine optimale Eignung der eingesetzten Arten und Vegetationsgemeinschaften für die lokalen Standorteigenschaften gesichert.
Wir erhalten und vermehren, was die Natur im Laufe von Jahrtausenden geschaffen hat. Mit dem Einsatz spezieller Verfahren. Wir schaffen wertvolle Biotope aus zweiter Hand!
Das Ziel von Begrünungen im Heudrusch®- und Heumulchverfahren ist - neben dem Erosionsschutz - die Etablierung ökologisch wertvoller Pflanzengesellschaften standortheimischer Herkunft. Diese auch funktional besonders effektiven Begrünungsverfahren sind zur Sicherung und Wahrung der genetischen Vielfalt durch die Übertragung lokaler Arten und Pflanzengesellschaften sowie geografischer Rassen, Unterarten und Kleinarten inzwischen unentbehrlich geworden. Voraussetzung ist die sorgfältige Auswahl geeigneter, ökologisch möglichst wertvoller Spenderflächen. Speziell bei umstrittenen Bauprojekten wird durch die Anwendung dieser Verfahren eine größere öffentliche Akzeptanz erzielt. Überdies zählen die beschriebenen Verfahren zu den wenigen Ansaattechniken, die nicht gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen!
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Eine unserer Publikationen zum Heudrusch®-Verfahren, veröffentlicht in: Soil-Bioengineering: Ecological Restoration with Native Plant and Seed Material. Conference volume, HBLFA Raumberg-Gumpenstein (Austria), 5-9 Sept. 2006, page 230-231 (deutsche Übersetzung; Originaltext siehe englische Fassung - bitte in Auswahliste oben auswählen).
Zudem ist unsere folgende Publikation erschienen: Bloemer, S., Egeling, S. und Schmitz, U. (2007): Deichbegrünungsmethoden im Vergleich: Sodenverpflanzung, Heudrusch®-Verfahren und Handelssaatgut im Hinblick auf Biodiversität, Natur- und Erosionsschutz,- Natur und Landschaft 82/2007, Heft 6, S. 276-283.
Erosionsschutz und Biodiversität
Nur autochthones bzw. standorteigenes Saatgut aus dem Naturraum des jeweiligen Bauvorhabens ist an die spezifischen Standortbedingungen optimal angepasst. Da es in der Regel artenreichen und hochwertigen Beständen entstammt, bildet es ein besonders intensives, dynamisches und leistungsstarkes Wurzelwerk. Dies bedeutet optimaler Erosionsschutz, was in aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen aus Deutschland und den Niederlanden bestätigt wird!
Ökologisch und ökonomisch
Die Aufbringung von Heudrusch® und Heumulch erfolgt direkt auf Rohböden; die kostenintensive Andeckung mit Oberboden entfällt. Die Gabe von Düngemitteln, Bodenverbesserungsstoffen und Mulch wird stark reduziert oder ist erst gar nicht notwendig; Bewässerung und Nachdüngung sind nicht erforderlich. Die geringe Biomassebildung bedingt einen z. T. deutlich niedrigeren Pflegeaufwand. Selbst während des Baufortschritts kann eine Begrünung mit diesen Verfahren realisiert werden. Die v. a. mittel- und langfristige Kostenersparnis gesellt sich bei diesen Ansaatmethoden zu den überwältigenden ökologischen und funktionalen Vorteilen und macht diese Begrünungsverfahren zur ersten Wahl. Informationen über die Ansaattechnik finden Sie in der Rubrik Nassansaat.
Heudrusch®- und Heumulchverfahren: Nur so sind gesetzeskonforme Begrünungen überhaupt möglich!
Das deutsche Bundesnaturschutzgesetz untersagt die Ausbringung gebietsfremder Pflanzen und Zuchtsorten in der freien Landschaft, weil die begründete Gefahr einer Verfälschung der heimischen Pflanzenwelt besteht. Durch die Aufbringung von Saatgut mittels Heudrusch®- und Heumulchverfahren sind wir in der Lage, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Unsere Leistungen für Sie
Unser Leistungspaket umfasst die komplette Projektdurchführung von der Beratung über die landschaftspflegerische Begleit- und Ausführungsplanung bis zur Realisierung und Pflege. Auf Wunsch führen wir auch floristische Begleituntersuchungen durch. Wir stimmen die Ansaat mit den zuständigen Fachbehörden ab und erstellen dementsprechend einen Pflege- und Entwicklungsplan. Dazu gehören selbstverständlich auch Suche, Auswahl und Sicherung geeigneter Spenderflächen nach naturräumlichen Erfordernissen sowie Ernte und Aufbereitung des Heumulch- bzw. Druschgutes. Ihr ökologisch-innovatives Rekultivierungsprojekt ist bei uns in besten Händen!
Unsere Leistungen für Sie:
- Abstimmung mit Fachbehörden
- Suche, Auswahl und Sicherung geeigneter Spenderflächen nach naturräumlichen Erfordernissen
- Bestimmung der optimalen Erntezeitpunkte
- Bergung und Aufbereitung des Heumulch- bzw. Heudrusch®-Gutes
- Evtl. Bereitstellung von Ammen- bzw. Ergänzungssaatgut
- Qualitätssicherung
- Fachgerechte Ausführung der Ansaat
- wissenschaftliche Projektdokumentation
Die Vorteile des Heudrusch®- und Heumulchverfahrens:
- Sofortige Erosionsschutz- und Mulchwirkung
- Gesicherte Saatgutherkünfte
- Sichere Übertragung der Vegetation von Spenderflächen
- Auch regionale "Raritäten" (z.B. Rote-Liste-Arten) werden übertragen
- Übertragung von regionalen Kleinarten sowie Moosen, Flechten, Kleintieren und Mikroorganismen (= Impfung!)
- Problemlose Applikation per Nassansaat
- Hoher ästhetischer Wert durch meist ausgeprägten Blühaspekt
- Sinnvolle Nutzung wertvoller, artenreicher Grünlandbestände
- Nachreifung der zur Ernte evtl. noch nicht ausgereiften Samen
- Tiefe und diversifizierte Wurzelbildung
- Sichere Pflanzenentwicklung auf Rohböden (ohne Oberbodenandeckung)

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