Die Folgen des hemmungslosen Raubbaus in den vergangenen Jahrzehnten sowie die Bedürfnisse der modernen Industriegesellschaft stellen sehr häufig hohe Anforderungen an die fach- und standortgerechte Rekultivierung und Begrünung stark beanspruchter Landschaften und Areale. Herausforderung und Aufgabe ist es, weitgehend vegetations- und humuslose, devastierte und erosionsgefährdete Standorte möglicht schnell mit Hilfe spezieller Ansaat- und Vegetationstechniken sowie durch Bodenverbesserungsmethoden zu begrünen und durch ingenieurbiologische Verfahren vor Bodenerosion und weiterer Degradierung zu schützen. Durch den Einsatz von geeignetem Saatgut und erforderlichen Zuschlagstoffen wird eine vitale, dichte Vegetation etabliert und ein effektiver, dauerhafter Erosionsschutz erzielt.

Im Verkehrswegebau und beim Abbau von Rohstoffen und fossilen Energieträgern sind die Anforderungen an eine standort- und umweltgerechte Begrünung mit Sicherungsfunktion besonders hoch. Die Erosionsschutzwirkung von Nassansaaten beschränkt sich dabei meist auf die Oberfläche und den durchwurzelten, oberflächennahen Bodenhorizont von Problemflächen. Mit Hilfe von Erosionsschutzgeweben, so genannten Geotextilien, kann dieser oberflächige Schutz im Bereich besonders steiler Böschungen oder erosionsanfälliger Substrate verstärkt und unterstützt werden.

In Kombination mit weiteren ingenieurbiologischen Bauweisen zur Unterstützung der Extremflächenbegrünung kann ein nachhaltiger Erosionsschutz gewährleistet werden, der auch tiefere Bodenlagen einbezieht. Hierzu zählen sämtliche Verfahren, die mehrere Dezimeter mächtige Bodenlagen absichern, sei es durch tiefer wurzelnde Gehölze oder spezielle Sicherungsbauweisen zur Fixierung von Bodenandeckungen oder steilen Rohbodenböschungen.

Bestimmte ingenieurbiologische Maßnahmen zur Hangsicherung und Sicherung von Böschungen werden auch als Lebendverbau bezeichnet; diese Bezeichnung sagt schon einiges über die eingesetzten Verfahren aus. Es werden ausschließlich lebende oder natürliche Baustoffe verwendet, die im Erosionsschutz nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus funktionaler Sicht naturfremden Materialien vorzuziehen sind. Die von uns ausgeführten ingenieurbiologischen Sicherungsbauweisen umfassen z.B. die folgenden Verfahren und Vegetationstechnik:

  • Anbringen von Erosionsschutzgewebe (Geotextilien, z.B. aus Jute- oder Kokosfasern, Stroh)
  • Anbringen von Begrünungsmatten
  • Belag mit Fertigrasen
  • Faschinen im Lebend- und Totholzverbau
  • Flechtzäune
  • Steckholzbesatz
  • Lagenbau (Busch-, Hecken- und Spreitlagen)
  • Ingenieurbiologische Ufersicherung (z.B. mit Röhrichtwalzen, Vegetationsfaschinen)
  • Nassansaaten / Mulchsaaten

Sämtlichen Begrünungs- und Sicherungsverfahren liegt eine genaue Analyse der Problemfläche zu Grunde, um eine dem Standort angepasste Vorgehensweise auszuwählen. Speziell ausgebildete, hoch motivierte Experten, modernste Technik und unsere langjährigen internationalen Erfahrungen machen uns zu einem kompetenten Partner bei allen Herausforderungen der Ingenieurbiologie.

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Eine unserer Publikationen zum Thema Böschungs- und Hangsicherung und Ingenieurbiologie: Vergleichende Bewertung von Faschinen und Flechtzäunen [von Dr. Egon Stalljann, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Ingenieurbiologie, und unserem Mitarbeiter Stephan Bloemer, Leiter der Niederlassung Düsseldorf, veröffentlicht in: Straße und Autobahn 6/2008, S. 347-351]

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Ausführliche Bodenanalysen (insbesondere auch bei Extremflächen und kontaminierten Standorten)

Besonders vor der Durchführung von Nassansaaten auf Rohböden und technogene Substrate sind ggf. eine Bestimmung von Boden-pH und Nährstoffgehalten sowie die Analyse weiterer umweltrelevanter Parameter zur Erarbeitung einer optimalen Begrünungsrezeptur erforderlich. Bodenanalysen erfordern die Kenntnis und Anwendung geeigneter Methoden (z.B. Extraktionsverfahren) sowie entsprechende Erfahrung bei der Interpretation bodenchemischer Kennwerte für das Pflanzenwachstum. Ergebnisse der wichtigsten Analyseparameter können wir unseren Kunden innerhalb von etwa 8 Tagen zur Verfügung stellen.

Bei der Sicherung und Begrünung von Extremflächen hat sich die Nassansaat (auch: Anspritzbegrünung oder Hydroseeding) als besonders effektives und wirtschaftliches Verfahren bewährt. Saatgut und verschiedenste Zuschlagstoffe können in einem Arbeitsgang auf die zu begrünende Fläche aufgesprüht werden. Bei der Begrünung von Großflächen machen sich die enormen Spritzweiten unserer Aggregate von 60 m und mehr bezahlt.

Das Unternehmen BENDER Rekultivierungen verfügt über fundiertes Fachwissen, modernste Maschinentechnik sowie umfangreiche Erfahrungen in der Extremflächenbegrünung, der Vegetationstechnik und der Ingenieurbiologie. Zahlreiche Referenzen dokumentieren die besondere Kompetenz unseres Unternehmens in allen umweltrelevanten Fragen der Rekultivierung.

In der Ingenieurbiologie ist die Nassansaat unter Einsatz des Hydroseeders unverzichtbar geworden. Die erforderlichen Materialien wie Saatgut, Düngemittel, Bodenverbesserungsstoffe, Bodenimpfstoffe, Haftkleber und sonstige dem Standort und Zweck angepasste Zuschlagstoffe können in einer homogenen Mischung in einem Arbeitsgang auf die zu begrünenden Flächen aufgespritzt werden. Mit den enormen Spritzweiten ist der Hydroseeder besonders für die Großflächenbegrünung geeignet.

 

Mitglied der
Gesellschaft für Ingenieurbiologie e.V.

Wir engagieren uns in der Förderung von ingenieurbiologischen Bauweisen, die vergleichbaren Bauweisen aus unbelebten bzw. nicht natürlichen Baustoffen zumeist überlegen sind. Die sich aus Lebendbauweisen entwickelnden Vegetationsbestände erfüllen dabei nicht nur den angestrebten sicherungsdynamischen und erosionsschutztechnischen Zweck, sondern darüber hinaus wichtige landschaftsästhetische und ökologische Funktionen.