Die Anspritzbegrünung gemäß DIN 18918 - auch bekannt unter den Bezeichnungen Hydroseeding, Spritzbegrünung, Nassansaat oder Nass-Saat (Nasssaat) - ist das einzige Verfahren, mit dem Rohböden, erosionsgefährdete Steilhänge und Böschungen sowie Extrem- und Problemflächen zuverlässig und dauerhaft begrünt und gegen Erosion gesichert werden können - mit Gräsern, Kräutern und Gehölzen. Überall dort, wo ein sofortiger Schutz der Bodenoberfläche vor Erosion und eine schnelle Begrünung erforderlich ist, kommt dieses bewährte Verfahren zur Anwendung.

Das Unternehmen BENDER ist eines der wenigen autorisierten Fachunternehmen, das über umfangreiche und jahrzehntelange Erfahrung in der Anwendung der Nassansaat verfügt. Verkehrswegebau (z. B. Straßen, Autobahnen, Bahntrassen), Bergbau (z. B. Braunkohlentagebau, Bergehalden), Steinbrüche, Sand- und Kiesgruben, Wasser-, Deponie- und Landschaftsbau, Industriekomplexe, Altlasten, Truppenübungsplätze, Flughäfen und Golfplätze sind typische Einsatzbereiche der Spritzbegrünung. Eine besondere Stellung nimmt die Rohboden- und Extremflächenbegrünung ein, weil mit diesem Verfahren auf die Andeckung von Oberboden verzichtet werden kann und damit viele weitere Vorteile verbunden sind. Mit dem Einsatz von artenreichem Regio-Saatgut gemäß den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetztes [§ 40 (4) BNatSchG)] wird nicht nur die Überformung der heimischen Flora durch Zuchtsorten und Pflanzen fremder Herkünfte vermieden; die hohe Artenvielfalt optimiert zugleich das Begrünungsergebnis und den landschaftsästhetischen Wert (Blühaspekt!), und der Erosionsschutz wird durch ein differenzierteres Wurzelsystem nachweislich verbessert!

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Erosionsschutz und Begrünung von Böschungen im Verkehrswegebau: Optimierung durch Rohbodenbegrünung statt Oberbodenandeckung. Autor: Stephan Bloemer, seit 2005 Leiter unserer Niederlassung Düsseldorf.
Veröffentlicht in: Straßenverkehrstechnik 2/2003, S. 90-95

 

Möglichkeiten der Begrünung technogener Bodensubstrate. 
Veröffentlicht in: Neue Landschaft 9/2012, S. 51-57

 

Optimierung und Beschleunigung von Keimung und Vegetationsentwicklung bei Böschungsansaaten im Erd- und Verkehrswegebau. 
Veröffentlicht in: Straße und Autobahn 6/2013, S. 409-420

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Die Begrünungsrezepturen aus Saatgut und Zuschlagsstoffen (Spezialdünger, Bodenverbesserungsstoffe, Mulchfasern, Erosionsschutzmittel etc.) werden in einem geländegängigen Hydroseeder unter Zugabe von Wasser zu einer homogenen Suspension gemischt. Dieses Gemisch wird mittels Pumpaggregaten und Hochdruckkanonen gleichmäßig auf die zu begrünende Fläche aufgebracht. Die wesentlichen Vorteile der Anspritzbegrünung:

  • sofortiger Erosionsschutz durch Einsatz von Bodenklebern
  • Begrünung steriler, humusarmer Rohböden problemlos möglich
  • Begrünung technogener (künstlicher) Substrate, z. B. Schlacken, Aschen, Bauschutt, Industrieschlämme, Bergematerial und Kohleprodukte
  • Wachstumsbeschleunigung durch spezielle Zuschlagsstoffe
  • Mulchdecksaat mit derselben Technik 
  • Aktivierung des Bodenlebens
  • Begrünungsrezepturen für jeden Standort
  • Gehölzansaat auf geeigneten Standorten problemlos möglich
  • gleichmäßige Ausbringung der Begrünungskomponenten auch in schwierigem, unwegsamem Gelände
  • auch sehr geringe Saatgutmengen (z. B. kräuterreiches Regio-Saatgut) werden gleichmäßig verteilt 
  • dichte und gleichmäßige Flächendeckung
  • naturschutzfachlich wertvolle Bestände gemäß BNatSchG etablierbar (Einsatz von Regio-Saatgut!)
  • Bearbeitung unzugänglicher und schlecht erreichbarer Flächen
  • sehr hohe Zuverlässigkeit
  • hohe Tagesleistungen
  • hohe Wirtschaftlichkeit

Es werden Spritzweiten bis über 60 m erreicht. Mit Schlauchverlängerung können sogar bis zu 200 m entfernte Flächen bearbeitet werden, wodurch selbst unzugängliches Gelände problemlos maschinell begrünt werden kann. Schwer erreichbare oder unbefahrbare Großflächen werden von Spezialflugzeugen oder Helikoptern aus behandelt (Flugbegrünung).