1.1 Analyse der Standortbedingungen

Mit zunehmender Standortproblematik werden Begrünungs- und ingenieurbiologische Verfahren komplizierter, aufwändiger und teurer. So erfordern Standorte mit geringem Wurzelraum (z.B. flachgründige Felsböden), geringem Tonmineral- und Humusgehalt (Rohböden), niedrigem Boden-pH oder großem Neigungswinkel (steile Böschungen) spezielle Saatgutmischungen und besonders komponentenreiche Begrünungsrezepturen. Um sämtliche Komponenten adäquat auswählen zu können, ist eine möglichst umfassende Standortanalyse erforderlich. 

Begrünungsmaßnahmen und ingenieurbiologische Arbeitsweisen führen nur dann zum Erfolg, wenn Pflanzen und Komponenten den Standortbedingungen optimal angepasst sind. Je extremer der Standort, desto aufwändiger ist in der Regel das Begrünungsverfahren.