2.1 Ansaaten mit einer Optimierung der Bodeneigenschaften

Flächen mit ungünstigem Boden-pH, geringer Nährstoff- und Wasserspeicherkapazität, fehlendem Humusgehalt oder erhöhter Ionenaktivität (Tausalz!) können meist nur begrünt werden, wenn basisch oder sauer wirkende Reagenzien, mineralische (z.B. Silikate) oder organische (z.B. Alginate) Komponenten und osmotisch wirkende Mittel angewendet werden. Diese so genannten Bodenverbesserungsmittel beeinflussen die begrünungsrelevanten Bodeneigenschaften insoweit, als eine Keimung der Saat und die langfristige Entwicklung der Vegetation ermöglicht werden.

Besonders Rohbodenstandorte mit nachteiligen bodenchemischen, -physikalischen und -biologischen Kennwerten werden umfassend melioriert und in ihren begrünungsrelevanten Eigenschaften verbessert. Als technisches Mittel dienen vor allem hydraulische Ansaaten (Nassansaaten) unter Verwendung von Bodenimpfstoffen und Zuschlagsstoffen, z.B. auf Alginat- und Hydrosilikat-Basis als Bodenaktivierungsmittel.