2.4 Ansaaten mit einer Optimierung des Erosionsschutzes

Bei Nassansaaten wird die Bodenoberfläche grundsätzlich mit speziellen, ökologisch unbedenklichen Erosionsschutzmitteln (Haft- oder Bodenkleber) fixiert. Dadurch werden nicht nur Saatgut und Zuschlagstoffe, sondern auch die Bodenpartikel selbst auf der Oberfläche fixiert. Die Wasseraufnahmefähigkeit des Substrates bleibt dabei unbeeinflusst. Ein effektives Mittel vorausgesetzt, vermag selbst die mechanische Energie eines Platz- oder Gewitterregens die verklebte Bodenschicht nicht zu zerstören.

Hierzu gehören alle Verfahren unter Verwendung organischer bzw. synthetischer Bindemittel und so genannter Haftkleber, Bodenfestiger und haftend wirkender Bodenhilfsstoffe. Diese werden in unterschiedlich konzentrierten wässrigen Emulsionen oder Suspensionen entweder allein auf die zuvor angesäte Fläche oder gemeinsam mit Saatgut, Dünger und anderen Komponenten (je nach den Erfordernissen des Standortes) auf die zu begrünende Fläche aufgebracht. In der Regel erfolgt die Applikation von Saatgut und Zuschlagsstoffen mit Erosionsschutzmitteln in einem Arbeitsgang.

Es ist generell davon abzuraten, Nassansaaten ohne Bodenkleber zu realisieren. Selbst auf kaum geneigten Flächen werden aufgebrachte Rezepturkomponenten von Wind und Niederschlägen verfrachtet und bisweilen starke Erosionsschäden hervorgerufen.