Saatgut nicht ohne Zuschlagstoffe!

Der häufigste Fehler bei Rekultivierungsmaßnahmen auf Rohböden besteht in der Ausbringung des Saatgutes ohne die erforderlichen Zuschlagsstoffe. Selbst bei Spenderflächen mit extrem magerer Ausprägung handelt es sich schließlich um funktionierende Ökosysteme mit einem humosen Bodenhorizont (Ah) und einem entsprechenden Nährstoffkreislauf. Deshalb ist auf Begrünungsflächen aus Rohboden in der Regel eine initiale Nährstoffgabe und Bodenverbesserung erforderlich, damit sich ein dynamisches Ökosystem mit ingenieurbiologischer Funktion entwickeln kann. Durch die Verwendung autochthonen Saatgutes optimal adaptierter Pflanzen kann die Aufwandmenge an Zuschlagsstoffen jedoch zumeist reduziert werden.

Ziel einer naturnahen Begrünung ist zumeist eine halbtrockene, trockene oder magere, artenreiche Rasengesellschaft, deren Wurzelsystem einen zuverlässigen Erosionsschutz gewährleistet.

Mit natürlichen Begrünungen durch das Heumulch- und Heudrusch®-Verfahren ist eine höhere Akzeptanz von Baumaßnahmen und Eingriffen in die Landschaft erreichbar, weil eine zunehmend sensibilisierte Öffentlichkeit die ästhetischen, ökologischen und ökonomischen Aspekte durch den Arten- und Blütenreichtum und die deutlich reduzierten Unterhalts- und Pflegekosten wahrnimmt und zu schätzen weiß. Um die Qualitätssicherung zu gewährleisten, ist eine Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen zu empfehlen. Den dargestellten Verfahren liegen inzwischen langjährige Erfahrungen bei autochthonen Begrünungen zugrunde.