Regionaltreffen und Fachexkursion am 26.08.2016, Medebach. Veranstalter: Gesellschaft für Ingenieurbiologie e. V.

Beimpfung der gerodeten Fichtenmonokultur-Flächen mit Druschgut aus Hochlandheide

Für Fahrzeuge unzugängliche Hänge mussten mit Schlauchverlängerungen bearbeitet werden

Im Jahr nach der Ansaat kommen die ersten Calluna-Jungpflanzen auf

Stellenweise zeigte sich sogar der Deutsche Ginster (Genista germanica), eine in NRW gefährdete Rote-Liste-Art

Auf der zuvor angelegten Versuchsfläche konnte eine typische Hochlandheide etabliert werden – Voraussetzung für die Erteilung des Auftrags auf den Großflächen

Ergebnis der Etablierung von Calluna-Heide auf den Flächen der ehemaligen Fichtenmonokulturen

19.09.2016

Im Rahmen eines Life-Projektes sind unter maßgeblicher Mitwirkung der Biologischen Station Hochsauerlandkreis e.V. in den FFH-Gebieten „Wissinghauser Heide“ und „Kahle Pön“ im Hochsauerland Fichtenmonokulturen gerodet und durch die Firma Bender GmbH & Co. KG mit Druschgut autochthoner Bestände von Calluna-Heide (Besenheide) im hydraulischen Anspritzverfahren beimpft worden.


Besondere Herausforderungen bei der Etablierung von Hochland-Callunaheide waren das Ausdreschen der sehr feinen Samen durch die Firma engelhardt.ökologie, das unwegsame, gerodete Hanggelände mit unzähligen Baumstümpfen und der spezielle Anspruch von Calluna vulgaris an die Standorteigenschaften. Hinzu kommt, dass die Besenheide obligat mykotroph ist, sie also unter natürlichen Bedingungen nicht ohne Mykorrhiza-Pilzpartner leben kann. Weiterhin ist die großflächige Rückverwandlung von Fichtenmonokulturen in typische Hochlandheide zuvor noch nie mit dieser Spezialtechnik der Diasporengewinnung im Heudrusch®-Verfahren und der Applikation per Nassansaat durchgeführt worden. Im Rahmen der Fachexkursion zu den Versuchs- und Etablierungsflächen konnte eindrucksvoll bestätigt werden, dass das von der Fa. Bender konzipierte und umgesetzte Verfahren zur Etablierung von Calluna-Heide im Hochsauerland erfolgreich war.